EEG Billing

In den vergangen Jahren kam es durch Novellierungen des Gesetztes für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) zu einer Vielzahl an Abrechnungsvorschriften. Durch den Bestandsschutz müssen alle Vorschriften der vergangenen 20 Jahre gleichermaßen berücksichtigt werden. In Kombination mit vielen unterschiedlichen Messkonzepten hat diese Entwicklung zu einem großen Aufwand bei der Abrechnung auf Seite der Verteilnetzbetreiber gesorgt.

Um diese Aufgaben zu lösen entwickelt SAP derzeit eine neue Abrechnungslogik, welche die wichtigsten Herausforderungen der EEG-Abrechnung bewältigen soll. Hochfrequenz war im Rahmen seiner Projekte indirekt an der Gestaltung dieser Lösung beteiligt. Während die Details dieses neuen SAP-Produktes noch nicht vollständig bekannt sind, kommen Sie nicht an uns vorbei, wenn Sie eine Beratung suchen, die nicht nur in der bestehenden SAP-Abrechnungslogik erfahren ist, sondern die auch alle Hintergrundinformationen zu der neuen Abrechnungslogik hat.

Die besonderen Herausforderungen auf diesem Gebiet sind:

  • Ermittlung des Selbstverbrauchs: Bei Photovoltaik haben sich (inklusive Marktintegrationsmodell) drei unterschiedliche Logiken für die Berücksichtigung von Erzeugungszählern ergeben.
  • Gemeinsame Messung: Wenn mehrere Generatoren über einen gemeinsamen Zähler abgerechnet werden, muss die eingespeiste Menge entweder über die installierte Leistung oder die Bemessungsleistung auf die einzelnen Generatoren aufgeteilt werden.
  • Anlagenerweiterung: Die Aufteilung der Energiemenge auf die einzelnen Zonen kann bei Photovoltaik durch den Zubau von Erzeugungseinheiten beeinflusst werden, selbst wenn diese nicht in derselben Verbrauchsstelle sind.
  • Degression der Vergütungssätze: Mit monatlich sinkenden Vergütungssätzen für Photovoltaikanlagen haben sich etablierte Tarifstrukturen als zu unflexibel erwiesen.
  • Jahrestestat und ÜNB-Meldung: Viele Netzbetreiber kämpfen mit der Herausforderung, die an die Anlagenbetreiber ausgezahlte Vergütung in selber Höhe von ihrem ÜNB einzufordern. Hierfür ist eine präzise statistische Fortschreibung der Gutschriften für die Anlagenbetreiber notwendig. Das heutige SAP kennt diese Meldungen nicht und die für die Erstellung dieser Meldung verantwortlichen Bereiche sind in den ersten Monaten jeden Jahres deswegen besonders stark ausgelastet.